(Zahn-)Arztfehler sind häufiger als angenommen.

Und da ich aus der Betroffenheit heraus mich diesem Thema jetzt mit meinmund.de widmen möchte, ist der Claim entstanden: Aus Leiden wird Leidenschaft. Denn ich bin persönlich mit meinem Zahnarzt und seinen Leistungen mehr als unzufrieden, weshalb ich irgendwann auch nicht mehr zahlen wollte. Das beschäftigt nun Münchner Gerichte. Parallel dazu lasse ich gerade klären, in welcher Form ich diesen Vorgang hier detailliert mit dem zugehörigen Schriftverkehr, Schreiben meiner und der Kanzlei meines ehemaligen Zahnarztes, erstellten Gutachten, meine (Röntgen-)Bilder etc. hier veröffentlichen kann.

Darüber hinaus möchte ich aber mit diesem Blog auch ein Forum schaffen, anderen die mit meinem ehemaligen und anderen Zahnärzten unzufrieden sind, sich auszutauschen. So z.B. auch mit Verweisen auf die einschlägigen Bewertungsplattformen wie Jameda.de und anderen, Hinweisen zu Schlichtungsstellen, Tipps zu Gedächtnisprotokollen und was sonst noch nützlich ist, um von vornherein für den Fall des Falles gewappnet zu sein.

Auch soll es eine Wissensplattform werden, wohin man sich wie wenden kann, und auf was man achten muss, damit man nicht so wie ich vor Gericht landet.
Allerdings muss ich dieser Erfahrung zu Gute halten, dass ich daraus jetzt Motivation und mächtige Energie gewonnen habe, auch im Detail feststellen zu lassen, was noch alles in meinen Augen an Leistung nicht, schlecht oder unvollständig bzw. fehlerhaft erbracht wurde. Anfänglich wollte ich nur die letzte Rechnung nicht bezahlen, jetzt weiß ich dass ich mich damit nicht begnügen muss und werde.

Sobald ich Rechtssicherheit habe, in welcher Form ich den Vorgang mit meinem ehemaligen Zahnarzt in Neuhausen (München) hier veröffentlichen kann, werde ich das zur Inspiration aller tun. Gerne mit allen Röntgenbildern, und was sonst noch erforderlich ist, um andere davor zu bewahren ähnliche Erfahrungen zu machen, bzw. in die Lage zu versetzen an geeigneter Stelle kritischer und für ein mögliches Gerichtsverfahren besser gewappnet zu agieren. Das natürlich immer im Rahmen der möglichst objektiven aber freien Meinungsäußerung und im rechtlichen Rahmen dessen, was meinem ehemaligen Zahnarzt in Neuhausen keine Angriffsfläche bietet, dass zu unterbinden.

1117254_73373801


Behandlungsfehler? Erschreckend häufig!

Nicht nur beim Zahnarzt sondern generell ist das Thema Behandlungsfehler bzw. der Vorwurf dessen, etwas was zu tausenden jährlich passiert. So wurden im Zeitraum 2012 vom MDK (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes der Krankenkassen) 12.686 Behandlungsvorwürfe begutachtet. Rund ein Drittel davon wurde ein Behandlungsfehler beschieden. Dabei wurde explizit die Häufung bei Zahnärzten angeführt (Quelle!).

Darin fehlen aber all die, die sich nicht über die Fehler ihres Arztes oder Zahnarztes bewußt sind oder dies aus unterschiedlichen Beweggründen nicht nachverfolgen wollen bzw. lassen. Denn schliesslich ist ein gerichtlicher Weg nicht meist nur müßig, sondern auch aufwändig und unter Umständen teuer.


Gesetzliche Krankenkassen sollen Versicherte nach Ärztepfusch unterstützen

So titelte die Süddeutsche Zeitung im Januar 2012. Denn jedes Jahr sterben tausende Menschen an ärztlichen Behandlungsfehlern, Millionen leiden an den Schäde die eine fehlerhafte Behandlung nach sich zieht.

Nein, wir wollen nicht die gesamte Ärzteschaft verunglimpfen. Aber diese Zahlen sind erschreckend, und vermitteln wenig Vertrauen. Im Zuge dessen wurde das neue, im Februar 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz gestärkt, und soll den Patienten auf Augenhöhe mit dem Behandelnden bringen. Dabei werden die Rechte der Versicherten erfreulicherweise weiter ausgebaut. U.a. werden darin die Verfahrensrechte bei Behandlungsfehlern gestärkt!

Genauso interessant wie wichtig dabei die Definition: Was genau ist ein Behandlungsfehler?

Unter einem Behandlungsfehler ist eine nicht sorgfältige und nicht den anerkannten medizinischen Standards entsprechende Behandlung eines Arztes zu verstehen. Ein Behandlungsfehler kann alle Bereiche ärztlicher Tätigkeit betreffen. Dabei kann der Fehler rein medizinischen Charakters sein, sich auf organisatorische Fragen beziehen, oder es kann sich um Fehler nachgeordneter oder zuarbeitender Personen handeln. Auch die fehlende oder unrichtige, unverständliche oder unvollständige Aufklärung über medizinische Eingriffe und ihre Risiken sowie Dokumentationsmängel zählen zu Behandlungsfehlern.

Soweit dazu. Wir werden das Thema sukzessive ausbauen, und hoffen Sie bleiben mir/ uns solange gewogen. Natürlich freuen wir uns über Ihre Meinung, Anregungen, hilfreiche Informationen und Kommentare. Besuchen Sie dazu bitte auch gerne den Newsblog! Über entsprechende Erwähnungen und/ oder Verlinkungen würden wir uns natürlich auch sehr freuen.